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Online-Branchenbuch-Eintrag: Cityfirmen.de, Gewerbeauskunft-Zentrale, Touristenservice.info, Medienpol Design GmbH (Medien Branchenverzeichnis)

4. Nov 2014

In Zeiten des Internets ist es gerade bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen beliebt, die eigenen Kontaktdaten im Internet für jeden abrufbar zu machen. So hat in der Vergangenheit eine Vielzahl dieser Unternehmen Post erhalten, in der es um genau solche Branchenbuch-Einträge im Internet ging.

 

Nach Erhalt eines solchen Schreibens sollten sie Vorsicht walten lassen und nicht vorschnell etwas unterschreiben. Denn einige der zugeschickten Angebote enthalten eine mehrjährige Vertragsbindung sowie einen hohen Beitrag. Zum Beispiel bieten die Unternehmen Cityfirmen.de, Gewerbeauskunft-Zentrale und Touristenservice.info solche kostenpflichtigen Branchenbuch-Einträge an. Im Einzelnen:

 

Cityfirmen.de:

 

Das in  Düsseldorf ansässige Unternehmen cityfirmen.de betreibt unter der Webseite www.cityfirmen.de ein kostenpflichtiges Branchenverzeichnis, in das sich Unternehmen eintragen lassen können. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Unternehmens  kommt der Vertrag  zustande, wenn der Kunde in einem zweiten Telefonat mit Mitarbeitern von cityfirmen.de den Vertragsabschluss bestätigt. Das Telefonat mit der Auftragsbestätigung wird per Voice-Mail aufgezeichnet, heißt es in den AGB weiter. Dann folgt die Rechnung: Für eine Vertragslaufzeit von einem Jahr soll der Kunde 476,00 Euro bezahlen. Dafür erhält er einen Eintrag auf der nach unserem persönlichen Geschmack „einfach“ gehaltenen Seite des Unternehmens. Wer nicht rechtzeitig kündigt ist ein weiteres Jahr an den Vertrag gebunden.

 

Gewerbeauskunft-Zentrale:

 

Die ebenfalls in Düsseldorf ansässige Gewerbeauskunft-Zentrale, offiziell GWE- Wirtschaftsinformations GmbH, hat in der Vergangenheit Schreiben mit ergänzungsbedürftigen Datensätzen an z.B. Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige versandt. Aufgrund ihrer „Aufmachung“ konnten die Schreiben beim Adressaten den Eindruck eines offiziellen Behördenschreibens erwecken. Auch der Preishinweis in dem Schreiben war erst bei ganz genauem Durchlesen des Schreibens zu entdecken. Die Adressaten der Schreiben wurden aufgefordert, den ergänzungsbedürftigen Datensatz zu überprüfen und ggf. zu ergänzen. Dann solle das Ganze an die Gewerbeauskunft-Zentrale zurückgeschickt werden. Wer dieser Aufforderung nachkam, erlebte kurz darauf eine böse Überraschung, denn ihn erreichte eine Rechnung über 569,06 €! Dieser Betrag sollte die ersten 12 Monate des Abos abdecken. Spätestens jetzt merkt der Betroffene, dass er nicht ein Behördenschreiben beantwortet hatte, sondern ein kostenpflichtiges Abo für einen erheblichen Betrag abgeschlossen hatte. Hierfür erhält er einen Online-Branchebucheintrag auf der Website des Unternehmens.

 

Touristenservice.info

 

Auch die Touristenservice.info Reise & Fremdenverkehr aus Berlin bietet online Branchenbuch-Einträge an, wobei nur der Basiseintrag (Firmenname, Anschrift, Suchfunktion) kostenlos ist. Für weitere Angaben sowie eine Verlinkung muss der Kunde für einen 2-Jahres-Vertrag insgesamt 1.128,00 Euro netto zahlen. Der Vertrag verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird.

 

Medien Branchenverzeichnis (Rechnung durch Medienpol Design GmbH)

Die Medienpol Design GmbH aus Bad Kreuznach hat Rechnungen für kostenpflichtige Branchenbuch-Einträge verschickt. Der Adressat des Schreibens habe ein „Auftragsformular“ einer Werbeagentur namens Medien Branchenverzeichnis über einen kostenpflichtigen Branchenbuch-Eintrag unterzeichnet. Dieser Auftrag sei zur Weiterbearbeitung an die Medienpol Design GmbH weitergeleitet worden. Auf dem „Auftragsformular“ befindet sich unauffällig unten links eine Auflistung des Preismodells (Grundpreis 499,- €, Einstellungs- und Pflegekosten 299,- €, grafische Gestaltung 199,- € netto). In einem Kasten auf der rechten Seite des Formulars im Fließtext finden sich im Kleingedruckten die Hinweise, dass es sich um ein 3-Jahres-Abo handelt sowie dass der Rechnungsbetrag zweimal jährlich entsteht. Auf 3 Jahre Vertragslaufzeit hochgerechnet belaufen sich die Kosten auf insgesamt über 7.000,00 € brutto!

Haben Sie von einem der oben genannten Unternehmen ein Schreiben oder eine Rechnung erhalten? Sehen Sie in Ihrem eigenen Interesse davon ab, unüberlegt und ohne genaue Lektüre der Schreiben etwas zu unterschreiben oder eine Zahlung vorzunehmen.

 

Gerade weil es auch kostenlose Möglichkeiten von Online-Branchenbuch-Einträgen gibt, sollten Sie immer genau prüfen, welche Kosten auf Sie zukommen und welche Gegenleistung Sie für Ihr Geld erhalten. So hatte z.B. der Bundesgerichtshof im April 2014 entschieden, dass Gewerbetreibende einen Anspruch darauf haben, kostenlos unter ihrer Geschäftsbezeichnung in das Verzeichnis „das Telefonbuch” und der Internetausgabe „www.dastelefonbuch.de” eingetragen zu werden.

 

Falls Sie bereits eine Unterschrift geleistet haben und Sie nun eine Rechnung von einer der oben genannten Unternehmen erhalten haben, stehen wir Ihnen gerne bei der Abwehr der Forderungen zur Seite. In der Regel ist es einem auf diesem Gebiet erfahrenen Rechtsanwalt möglich, die geltend gemachten Forderungen entweder abzuwehren oder zumindest zu reduzieren. Möglicherweise könnte es sich bei der von dem Unternehmen verwendeten Entgeltklausel um eine überraschende Klausel nach § 305c BGB handeln. Dann hätte der Betreiber des Online-Branchebuches keinerlei Zahlungsanspruch.

 

Kontaktieren Sie uns gerne für ein kostenloses Erstgespräch.

Ihr

Lars Hämmerling

-Rechtsanwalt-

Zahlungsaufforderung/Rechnung für Branchenbuch-Eintrag von der Medienpol Design GmbH wg. Medien Branchenverzeichnis erhalten? Wir helfen Ihnen!

17. Okt 2014

Die Medienpol Design GmbH aus Bad Kreuznach hat Rechnungen bzw. Zahlungsaufforderungen für kostenpflichtige Branchenbuch-Einträge verschickt. In ihren Schreiben heißt es u.a., dass ihr von der Werbeagentur Medien Branchenverzeichnis der jeweilige Auftrag zur Weiterbearbeitung übergeben worden sei.

Namentlich geht es um vermeintliche Ansprüche aus einem Vertrag, den der jeweilige Adressat des Schreibens mit der Werbeagentur Medien Branchenverzeichnis abgeschlossen hat. Der Adressat der Rechnung hat bei der Werbeagentur ein „Auftragsformular“ über einen kostenpflichtigen Branchenbuch-Eintrag unterzeichnet. Auf dem Formular selbst befindet sich unauffällig unten links eine Auflistung des Preismodells (Grundpreis 499,- €, Einstellungs- und Pflegekosten 299,- €, graf. Gestaltung 199,- netto). Jedoch findet sich im Kleingedruckten in einem Kasten auf der rechten Seite des Formulars im Fließtext der Hinweis, dass es sich um ein 3-Jahres-Abo handelt. Ebenso befindet sich in dem Fließtext die Passage „der Rechnungsbetrag entsteht zweimal jährlich“. Auf die gesamten 3 Jahre Vertragslaufzeit hochgerechnet belaufen sich die Kosten auf insgesamt 7.118,58 € brutto!

 

Haben Sie ein solches Auftragsformular der Werbeagentur Medien Branchenverzeichnis unterzeichnet und verlangt die Medienpol Design GmbH nunmehr von Ihnen Zahlung? Nach unserer Einschätzung kann nicht dazu angeraten werden, den Forderungen der o.g. Unternehmen vorbehaltlos ohne vorherige Prüfung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt nachzukommen. Gerne helfen wir Ihnen dabei, die gegen Sie geltend gemachten Forderungen zurückzuweisen. In der Regel ist es einem auf diesem Gebiet erfahrenen Rechtsanwalt möglich, die geltend gemachten Forderungen entweder abzuwehren oder zumindest zu reduzieren.

 

Rufen Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch an oder nutzen Sie die Kontaktmöglichkeit per E-Mail, um die Kosten und Risiken einer möglichen Verteidigung zu erfragen.

 

Ihr

Lars Hämmerling

-Rechtsanwalt-

Adress- bzw. Branchenbuch-Eintrag Touristenservice.info, Gewerbeauskunft-Zentrale, cityfirmen.de & Co.

15. Okt 2014

Viele Geschäftsleute, insbesondere Klein- Klein und Einzelunternehmer kennen das Problem. Per Brief oder Fax erreicht sie ein Schreiben, in dem es um einen Eintrag in ein Branchenbuch im Internet geht. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten.

 

Zum Teil enthalten diese Schreiben den kostenpflichtigen Abschluss über einen längeren Zeitraum hinaus und zu nicht unerheblichen Preisen.

 

Touristenservice.info

Das Berliner Unternehmen Touristenservice.info Reise & Fremdenverkehr bietet im Internet Branchenbuch-Einträge an. Der Basiseintrag bestehend aus Firmenname, Anschrift und Suchfunktion soll kostenlos sein.

Sobald jedoch weitere Angaben sowie eine Verlinkung veröffentlicht werden, muss der Neukunde für 2 Jahre insgesamt 1.128,00 Euro netto zahlen. Der 2-Jahres-Vertrag verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn er nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird. Genau hier liegt jedoch das Problem: In einem uns bekannten Fall wollte ein Kunde den mit der Touristenservice.info geschlossenen Vertrag kündigen. Seine Kündigung, die er per Einschreiben an das Unternehmen versandt hatte, kam als unzustellbar zurück. Dies kann in Fällen, in denen „auf den letzten Drücker“ gekündigt wird, ein Stolperstein werden: Der Vertrag kann sich dann bereits um ein Jahr verlängert und der Kunde muss weitere 564,00 Euro netto als Jahresbeitrag zahlen.

 

Gewerbeauskunft-Zentrale

Ähnlich geht auch das Unternehmens GWE- Wirtschaftsinformations GmbH, auch besser bekannt als Gewerbeauskunft-Zentrale vor. Das Düsseldorfer Unternehmen hat in Unmengen Schreiben an Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige versandt und diese aufgefordert, einen mitgeschickten teilweise ergänzungsbedürftigen Datensatz zu überprüfen, ggf. zu ergänzen und ihn dann zurückzuschicken. Die versandten Schreiben können aufgrund ihrer Gestaltung beim Leser den Eindruck eines offiziellen Behördenschreibens erwecken. Erst bei genauer Lektüre ist ein Preishinweis zu entdecken. Sofern der ergänzte Datensatz an die Gewerbeauskunft-Zentrale zurückgeschickt wurde, erhielt der Absender nach einigen Tagen zunächst eine Rechnung über 569,06 €, was der Beitrag für die ersten 12 Monate des Abos sein sollte. Häufig merken die Angeschriebenen erst bei Rechnungsstellung, dass sie ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben. Als „Gegenleistung“ erhielt der Angeschriebene eine Art Branchenbuch-Eintrag auf der Website der Gewerbeauskunft-Zentrale.

 

Cityfirmen.de

Auch die Firma cityfirmen.de aus Düsseldorf vertreibt kostenpflichtige Branchenbucheinträge auf der eigenen Homepage. Hierzu liegt uns eine Rechnung der cityfirmen.de. Es werden unterschiedliche Leistungen wie z.B. Eintrag in das Branchenportal, Aktualisierung und Google Optimierung in Rechnung gestellt. Hierfür fordert die cityfirmen.de einen Betrag in Höhe von 476,- Euro brutto.

 

Sollten Sie von einem der genannten Unternehmen ein Schreiben mit der Aufforderung zur Ergänzung Ihrer Daten erhalten haben, sehen Sie bitte dringend davon ab, vorschnell und ohne genaue Lektüre der Unterlagen etwas zu unterschreiben. Sonst sind Sie vielleicht schneller Vertragspartner der Unternehmen, als Ihnen lieb ist. Falls Sie bereits ein Schreiben der o.g. Unternehmen unterschrieben und eine Rechnung erhalten haben, sind wir Ihnen gerne bei der Abwehr der gegen Sie geltend gemachten Forderungen behilflich.

Die Endgeldklausel kann eine überraschende Klausel im Sinne des § 305c BGB sein. Dies hat zur Folge, dass keine Zahlung an die Online-Branchebuchbetreiber gezahlt werden müsste.

Rufen Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch an oder nutzen Sie die Kontaktmöglichkeit per E-Mail, um die Kosten und Risiken einer möglichen Verteidigung zu erfragen. Wir vertreten Sie bundesweit.

Ihr

Lars Hämmerling

-Rechtsanwalt-

Abo-Falle! Post von Medien-Branchenverzeichnis / Medienpol Design GmbH, Gewerbeauskunft Zentrale, Zentrales Ärzteverzeichnis erhalten?

9. Apr 2014

Aufgepasst! Immer mehr unterschiedliche “Branchenbücher” versuchen kostenpflichtige Einträge zu “verkaufen”. Achtung! Zahlen Sie nicht voreilig den Forderungsbetrag.

 

Worum handelt es sich genau?

Viele Unternehmer, Freiberufler aber auch Ärtzte erhalten in unterschiedlichen Fallkonstellationen Post von z.B.

 

- Medien-Branchenverzeichnis /  Medienpol Design GmbH 

Zentrales Ärzteverzeichnis

- Europäisches Zentralregister zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder

- Gewerbeauskunft Zentrale

 

Die Vorgehensweise ist bei allen Anbietern ähnlich. Es werden deutsche Unternehmer und Freiberufler angeschrieben und zur Angabe z.B. der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder zur Vervollständigung des beiliegenden Datensatzes aufgefordert. Andere Anbieter übersenden einen Auftragsformular für den Eintrag in ein Medien-Branchenverzeichnis

Nur wer genau hinsieht, bemerkt den kleingedruckten versteckten Preishinweis. Mit Unterschrift wird eine Abo-Vertrag abgeschlossen.

So erweckt das Schreiben der Gewerbeauskunft Zentrale durch entsprechende Gestaltung den Eindruck, man halte ein offizielles behördliches Schreiben in Händen. Auch werden Fristen zur Auskunftserteilung fett hervorgehoben, welches den Eindruck eines Behördenschreibens weiter verstärkt.

Bei der Gewerbeauskunft Zentrale handelt es sich jedoch nicht um eine Behörde.

Sofern die “Auskunft” an die Zentrale zurückgeschickt wurde, erhält man in der Regel nach 15 Tagen zunächst eine Rechnung über 569,06 €. Dies soll der Beitrag für die ersten 12 Monate des Abos sein. Zahlen Sie nicht!

Auch bei den anderen oben genannten “Anbietern”  wie Zentrales Ärzteverzeichnis und Europäisches Zentralregister zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird durch Unterzeichnung und Rücksendung der Unterlagen ein Abo-Vertrag geschlossen.

Oft wird dieses Abo erst durch die anschließende Rechnungsstellung bemerkt. Der Betroffene sollte darauf hin auf keinen Fall die Zahlung vornehmen. Meiner Ansicht nach besteht in keinem der oben genannten Fälle ein Anspruch auf Zahlung.

Beim „Auftragsformular“ vom Medien-Branchenverzeichnis (Villa Ahu Apt. Sirinyali Antalaya) wird zwar zunächst auf ein Preismodel hingewiesen. Im Kleingedruckten findet sich dann der Verweis auf ein 3 Jahres Abo. Zudem soll die genannten Preise (Grundpreis 499,-; Einstellungs- und Pflegekosten 299,-  und Graf. Gestaltung 199,- netto) halbjährlich anfallen. Für die 3 Jahre Vertragslaufzeit würden somit Kosten in Höhe von 7.118,58 brutto anfallen. Die Rechnung wird durch die Medienpol Design GmbH gestellt.

 

Aber auch wenn die Lage aussichtslos erscheint, sollte den Forderungen nicht einfach nachgegeben und gezahlt werden. Eine Überprüfung der Ansprüche und eine juristisch fundierte Gegenwehr lohnen in den allermeisten Fällen, so dass die Forderungen zurückgewiesen oder zumindest noch erheblich reduziert werden können.

Gerne können Sie in einem ersten kostenlosen telefonischen Kontakt oder per E-Mail die Kosten und Risiken einer möglichen Verteidigung  erfragen.

 

Ihr

Lars Hämmerling

-Rechtsanwalt-

Gewerbeauskunft Zentrale, Zentrales Ärzteverzeichnis oder Europäisches Zentralregister zur Erfassung u. Veröffentlichung von USt-ID-NR

25. Mrz 2013

Aufgepasst! Immer mehr unterschiedliche “Branchenbücher” versuchen kostenpflichtige Einträge zu “verkaufen”. Achtung! Zahlen Sie nicht voreilig den Forderungsbetrag.

 

Worum handelt es sich genau?

Viele Unternehmer, Freiberufler aber auch Ärtzte erhalten in den Fällen der sog. Post von z.B.

 

Zentrales Ärzteverzeichnis

Europäisches Zentralregister zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder

Gewerbeauskunft Zentrale

 

Die Vorgehensweise ist bei allen Anbietern ähnlich. Es werden deutsche Unternehmer und Freiberufler angeschrieben und zur Angabe z.B. der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder zur Vervollständigung des beiliegenden Datensatzes aufgefordert.

Nur wer genau hinsieht, bemerkt den kleingedruckten versteckten Preishinweis. Mit Unterschrift wird eine Abo-Vertrag abgeschlossen.

So erweckt das Schreiben der Gewerbeauskunft Zentrale durch entsprechende Gestaltung den Eindruck, man halte ein offizielles behördliches Schreiben in Händen. Auch werden Fristen zur Auskunftserteilung fett hervorgehoben, welches den Eindruck eines Behördenschreibens weiter verstärkt.

Bei der Gewerbeauskunft Zentrale handelt es sich jedoch nicht um eine Behörde.

Sofern die “Auskunft” an die Zentrale zurückgeschickt wurde, erhält man in der Regel nach 15 Tagen zunächst eine Rechnung über 569,06 €. Dies soll der Beitrag für die ersten 12 Monate des Abos sein. Zahlen Sie nicht!

Auch bei den anderen oben genannten “Anbietern”  wie Zentrales Ärzteverzeichnis und Europäisches Zentralregister zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird durch Unterzeichnung und Rücksendung der Unterlagen ein Abo-Vertrag geschlossen.

Oft wird dieses Abo erst durch die anschließende Rechnungsstellung bemerkt. Der Betroffene sollte darauf hin auf keinen Fall die Zahlung vornehmen. Meiner Ansicht nach besteht in keinem der oben genannten Fälle ein Anspruch auf Zahlung.

Aber auch wenn die Lage aussichtslos erscheint, sollte den Forderungen nicht einfach nachgegeben und gezahlt werden. Eine Überprüfung der Ansprüche und eine juristisch fundierte Gegenwehr lohnen in den allermeisten Fällen, so dass die Forderungen zurückgewiesen oder zumindest noch erheblich reduziert werden können.

Gerne können Sie in einem ersten kostenlosen telefonischen Kontakt oder per E-Mail die Kosten und Risiken einer möglichen Verteidigung  erfragen.

Abo-Falle Melango.de – AG Düsseldorf Urteil 08. Mai 2012 42 C 1473/11

3. Mrz 2013

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Mandanten, die in eine Abo-Falle getappt sind. Plattformen der Melango.de GmbH wie www.melango.de bieten Kleidung, Bürobedarf, Haushaltswaren und Lebensmittel zu günstigen Preisen an.

Die Besonderheit bei Melango.de ist, dass sich diese Seite ausschließlich an Gewerbetreibende richtet. Verträge sollen nur im b2b-Bereich (Business-to-business) geschlossen werden. Somit soll die Verbrauchereigenschaft ausgeschlossen werden.

Um die Plattform von Melango.de nutzen zu können, wird eine Anmeldung gefordert. In dieser bestätigt der jeweilige Anmelder, dass er nicht als Verbraucher handelt.

Weiter ist in den AGB eine Aufnahmegebühr und eine Mitgliedschaftsgebühr versteckt. Insgesamt handelt es sich dabei um 403,41 Euro, verbunden mit einer 24- monatigen Laufzeit.

Bei dieser Klausel handelt es sich meiner Ansicht nach um eine überraschende Klausel, die somit unwirksam ist. So auch das Amtsgericht Düsseldorf im Urteil 08. Mai 2012 42 C 1473/11.

Dennoch versucht Melango.de die Forderung in mehreren Schreiben durchzusetzen. Diesen Mahnschreiben sollte widersprochen werden.

Lassen Sie sich nicht von den Mahnungen einschüchtern. Die Erfahrung zeigt, dass sich eine Überprüfung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt in den meisten Fällen lohnt.  Die Forderung sollte als unberechtigt zurückgewiesen werden.

 

Gerne können Sie in einem ersten kostenlosen telefonischen Kontakt oder per E-Mail die Kosten und Risiken einer möglichen Verteidigung  erfragen.

 


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